Geschichte

Am 12. November 1883 beschlossen Albert Schaer, Ferdinand Schitzhofer, Leopold Pfaringer und andere Landegger nach dem Vorbild größerer niederösterreichischer Gemeinden, eine Ortsfeuerwehr zu gründen. Die erste Feuerwehr in Niederösterreich hatte sich 1860 in Krems a. d. Donau konstituiert; 1862 folgte Wiener Neustadt und in den nächsten Jahrzehnten weitere niederösterreichische Großgemeinden. 1870 wurde für Niederösterreich eine Feuerpolizeiordnung erlassen. Auf dieser rechtlichen Grundlage schlossen sich 1871 die bestehenden Wehren des Landes zum Niederösterreichischen Feuerwehrverband zusammen. Das war der Anlass, dass sich sehr bald auch in kleineren Städten, Märkten und Dörfern des Landes immer mehr Männer zu Feuerwehren zusammenfanden. Schon 1873 organisierte der Pottendorfer Braumeister Franz Fallenbacher in der seit der Gründung der ersten Baumwollspinnerei Österreichs (1802) durch den in Manchester in England geborenen John Thornton aufstrebenden Industriegemeinde eine Feuerwehr.



Gründer der FF Landegg: Albert Schaer


Die zahlreichen Gründungen von Ortswehren in den letzten zwei Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts bedeuten keineswegs, dass es vorher keinerlei organisierte Brandbekämpfung in den Gemeinden gegeben hätte. In den sogenannten Weistürmern, die von Generation zu Generation in Ortsversammlungen, den sogenannten Taidingen, weitergegebenen Rechte und Pflichten der Bewohner der Landgemeinden überliefern, finden sich oft recht detaillierte Maßnahmen zur Brandbekämpfung. Alt und jung, Mann und Frau, waren fast überall verpflichtet, wenn die Feuerglocke geläutet wurde, oder der Ruf Feurio die Dorfbewohner alarmierte, mit Eimern, Feuerpatschen und Feuerhacken unverzüglich zum Brandplatz zu eilen und zu helfen.



Die Tatsache, dass noch um die Jahrhundertwende ein Großteil der Landegger Häuser mit Stroh oder Schindeln gedeckt war, machte auch in unserer Heimatgemeinde rasches Handeln erforderlich.



Was Feuer in der damaligen Zeit anrichten konnte, hatte man erlebt, als 1833 die Stadt St. Pölten und ein Jahr später Wiener Neustadt niederbrannten.



1890 - wenige Jahre nach der Gründung


Die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts ging in die Landesgeschichte als Gründerzeit ein. Neue, größere Fabriken schossen wie Pilze aus dem Boden und lösten die sogenannten Manufakturen, die seit der Merkantilzeit oft in aufgelassenen Klöstern oder alten Schlössern untergebracht waren, ab.



Die Kameraden der Wehr im Jahre 1926.


Die neuen Werke brachten Arbeit und Brot; sie trugen aber auch ganz entscheidend zum Wandel der Strukturen im Lande bei und bedeuteten vor allem im Bereich des Feuerschutzes ganz neue, bis dahin unbekannte Gefahren. Die Spinnerei in Pottendorf wurde damals ständig vergrößert, und auch Landegg bekam schon 1857 einen Großbetrieb die Zuckerfabrik am Ostufer der Leitha. 1871 nahm die Pottendorfer Linie den Betrieb auf; die Zuckerfabrik erhielt bald Anschlussgleise an diese Eisenbahnlinie. Die Strohdächer in Landegg waren nun durch den Funkenflug der Lokomotiven genauso gefährdet wie die Getreidefelder und Strohtristen entlang der Bahnlinie. Nicht zuletzt diese Tatsachen erhöhte Brandgefahr durch Industrialisierung und Bahnbau waren der Hauptgrund für die Gründung der Feuerwehr, die sich in Landegg im Gegensatz zu manch anderer Gemeinde im besten Einvernehmen zwischen Gemeindeverwaltung und Kommando der neuen Wehr vollzog; ein vorbildliches Verhältnis, das in den folgenden Jahrzehnten fortbestand, und das den raschen Aufstieg der Landegger Wehr zu einer der am besten ausgerüsteten und ausgebildeten Einheitenim ganzen Wiener Becken ermöglichte. Soweit noch statistisches Material über die Entwicklung der Landegger Feuerwehr seit 1884 das Katastrophenjahr 1945 überdauerte, kann man feststellen, dass etwa zwei Drittel aller Brandeinsätze die Folge von Funkenflug aus den Lokomotiven der Pottendorfer Linie waren. Die erste, ganz große Bewährungsprobe hatten die jungen Feuerwehren im Raum Pottendorf Landegg und der weiteren Umgebung 1893 zu erbringen, als innerhalb weniger Monate zwei furchtbare Großbrände die Spinnerei einäscherten.



Während des ersten Weltkrieges, in dem auch von Landegger Wehrmännern ein hoher Blutzoll gefordert wurde, entstand auf dem Gelände der 1910 stillgelegten Zuckerfabrik ein großes Flüchtlingslager. Bis zu 6000 Menschen bewohnten eine Barackenstadt, die auch über eine eigene Feuerwehr verfügte. Selbstverständlich arbeiteten die beiden Wehren im Ort und im Lager gut zusammen.



Ein großer Zeitraum der vergangenen hundert Jahre ist untrennbar mit dem Namen des Kommandanten Leopold Serentschy verbunden. Durch 30 Jahre, von 1920 bis 1950 stand er an der Spitze der Landegger Wehr; noch bis zu seinem Tod im Jahre 1973 war er dann als Ehrenkommandant seinen jüngeren Kameraden Vorbild und Ratgeber. Schon in den 20er Jahren hatte die Landegger Feuerwehr eine für die damalige Zeit hypermoderne Motorspritze eingestellt, die sich im Einsatz glänzend bewährte und bei Schauübungen allgemein bestaunt wurde. Schon damals war es fast eine Selbstverständlichkeit, dass die Landegger im Ernstfall stets zu den ersten Einheiten gehörten, die am Brandplatz erschienen. Serentschy legte auf die Ausbildung seiner Wehr ganz besonderes Gewicht. Eine ganze Anzahl von jungen Landegger Wehrmännern besuchte Kurse im damaligen Ausbildungszentrum in Wiener Neustadt. So wurde schon in den zwanziger und dreißiger Jahren in der kleinen Bauerngemeinde Landegg hinsichtlich Ausbildung vorweggenommen, was heute im niederösterreichischen Feuerwehrwesen als Selbstverständlichkeit gilt.



Leopold Serentschy legte neben der Brandbekämpfung größten Wert auf den Ausbau des Rettungswesens, auch wenn die Hilfe nicht im direkten Zusammenhang mit einem Brandeinsatz stand. Was ihn dazu veranlasste, berichtete er selbst mit folgenden Worten: Ich stand im Sommer 1926 vor meinem Haustor, als ein Fuhrwerk aus Hornstein kam und an mir vorbeifuhr. Im Stroh gebettet lag ein Mann mit Blinddarmentzündung. Die Kosten mit einem Rettungsauto seien zu hoch, man könnte es sich nicht leisten, wurde mir gesagt. Als dann ein Mann von Landegg auf dieselbe Art nach Wiener Neustadt in das Krankenhaus gebracht wurde, beschloss ich, einen Krankentransport aufzubauen, der auch für die breite Masse erschwinglich ist. Für diesen Zweck wurde ein im Jahr 1927 angekaufter Feuerwehrwagen etwas umgebaut.



Bereits 1932 wurde der ganze Bezirk Ebreichsdorf von der Rettungsstelle Landegg aus betreut. 1938 standen 5 Rettungswagen zur Verfügung. Es dürfte kaum eine zweite Gemeinde in Niederösterreich vor allem keine von der Größe Landeggs geben, in der nach dem Grundsatz Hilfsbereitschaft lässt sich nicht in Sparten teilen so viel für notleidende Mitmenschen getan wurde wie von der Landegger Feuerwehr, da ja damals auch die Rettungskolonne vom Kommandanten bis zum jüngsten Helfer mit der Wehr fast identisch war.



Im zweiten Weltkrieg war fast der gesamte Aktivstand der Feuerwehr eingezogen. Dementsprechend hoch waren die Opfer, die gebracht werden mussten. Viele sind gefallen, einige blieben bis heute vermisst. Es ist daher verständlich, dass die Landegger Feuerwehrmänner mitmachten, als es galt, den Gefallenen des Orts ein ehrendes Denkmal zu errichten. Den Feuerwehr- und Rettungsdienst versahen in der Kriegszeit alte Männer und blutjunge Burschen fast noch Kinder. Ihnen wurde alles abverlangt. Als am 31. Mai 1944 Landegg und Pottendorf schwer bombardiert - 19 Tote und 44 Schwer- und Leichtverletzte waren zu beklagen - mussten sich die Landegger Feuerwehrmänner und die Helferinnen und Helfer der Rettung bei der Verwundetenbergung und den Aufräumungsarbeiten besonders bewähren. Im letzten Kriegsjahr wurde die Landegger Wehr wiederholt zu Aufräumeinsätzen in bombardierte Städte Niederösterreichs beordert.



Das Kriegsende brachte auch für die Feuerwehr in Landegg die Stunde null, aber keineswegs das Ende der Pflichterfüllung. Gerade in den Nachkriegsmonaten war ja Hilfe in allen Bereichen besonders wichtig. Die Fahrzeuge waren verschleppt oder zerstört, und die Besatzer sahen in jeder anderen Uniform als der ihren einen Feind. Nur mit Argwohn verfolgten die Russen daher den Wiederaufbau der Feuerwehr in der Besatzungszone. Die meisten schriftlichen Unterlagen über Arbeit und Erfolg der Landegger Feuerwehr seit ihrer Gründung wurden von den Besatzern vernichtet. Doch die tristen Verhältnisse konnten den so oft bewährten Geist der Hilfsbereitschaft nicht brechen. Improvisation bestimmte nun weitgehend das Geschehen. Alte, halbzerstörte Geräte wurden zusammengeflickt. Die Freude der Männer, die aus Krieg und Gefangenschaft heimkehrten, war über jede gelungene Reparatur nicht weniger groß als nach 1955 über die Anschaffung neuer, moderner Geräte. Es dauerte nicht lange und die Landegger waren auch außerhalb der Gemeinde wieder unter den Ersten, die am Brandplatz oder zur technischen Hilfeleistung erschienen. Beim Wiederaufbau der Wehr bewährte sich erneut die traditionell gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. Auch nach der Bildung der Großgemeinde Pottendorf im Jahr 1972 blieb man um ein gutes Verhältnis zwischen Rathaus und Zeughaus bemüht. Noch mehr als in den Jahrzehnten 1884 bis 1938 hatte man während des Krieges und in der Notzeit der ersten Nachkriegsjahre erkannt, wie sehr im Interesse der Allgemeinheit ein gedeihliches Zusammenwirken notwendig ist.



In der Liste der Feuerwehrhauptmänner des Ortes finden sich immer wieder Männer, deren Söhne, Enkel und Urenkel in den vergangenen hundert Jahren aktiv in der Landegger Wehr mitarbeiteten.



Nicht zuletzt die koordinale Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Feuerwehr viele, die in der Wehr mitarbeiteten, hatten Funktionen im Gemeinderat hatte zur Folge, dass in Landegg weit mehr als in größeren Gemeinden die Feuerwehr auch zum Träger und Gestalter des kulturellen Lebens in der Gemeinde wurde. In diesem Zusammenhang sei etwa darauf verwiesen, dass einer der seltsamsten Bräuche im ganzen Land, der Landegger Schneckenkirtag, stets von den Burschen der Feuerwehr veranstaltet wurde. Nur dadurch wurde dieser interessante Brauch vor dem Vergessen bewahrt und überdauerte den tiefgreifenden Strukturwandel, der sich in den vergangenen hundert Jahren auch in der Bauerngemeinde Landegg deutlich sichtbar vollzog.



Erst in den späten 50er Jahren konnte man daran denken, für die Feuerwehr neue moderne Geräte anzuschaffen. Die Jahre der Improvisation waren vorbei. Anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages, der im Juni 1958 in Landegg stattfand, wurde ein neues VW-Aggregat geweiht.



VW Aggregat 1958


Bei den Bezirksfeuerwehrwettkämpfen, die am Festtag stattfanden, belegte Landegg unter elf Feuerwehren den ersten Rang. In den folgenden Jahren konnte dieser Erfolg mehrmals wiederholt werden. Und auch bei den Landesfeuerwehrwettkämpfen wurden von Landegger Gruppen stets gute Plätze erreicht.



Die Teilnahme an Leistungsbewerben ist eine Tradition, die bis heute ungebrochen ist.



Urkunde 1958


1960 wurde ein neuer Opel-Löschwagen angekauft, die kirchliche Weihe erfolgte am 12. Juni 1960. Auch andere Geräte, vor allem für den technischen Einsatz (Schmutzwasserpumpe, Leitern, Atmungsgeräte, usw.) mussten angeschafft werden. Die Einsatzstatistiken der 60er Jahre zeigen deutlich das ständige Ansteigen der technischen Hilfeleistungen. Zum ersten Male in der Geschichte der Landegger Feuerwehr war damals die Anzahl der technischen Einsätze größer als die bei Bränden. Die zwangsläufige Folge dieses Trends war 1964 die Einstellung eines eigenen Rüstanhängers für Katastrophenhilfe. Die kirchliche Segnung dieses Spezialfahrzeuges erfolgte gleichzeitig mit der Weihe eines neuen RK-Fahrzeuges am 13. September.



Opel Blitz 1960


Besonders gefordert wurde die Einsatzbereitschaft der Landegger Feuerwehrmänner in den Katastrophenjahren 1965 und 1975, als die Leitha aus den Ufern trat und das Umland überschwemmte. Für die Hochwassereinsätze erhielt die Landegger Feuerwehr Anerkennungsdekrete der Landesregierung und Dankschreiben von Bürgermeistern der Einsatzorte.



1970 wurde vom N.Ö. Landtag ein neues Feuerwehrgesetzt beschlossen. Seither erfolgt die Arbeit der Wehr nach den Bestimmungen dieses modernen Gesetzes. Darum musste sich auch der Verein Freiwillige Feuerwehr Landegg auflösen. Höhepunkt der modernen Ausrüstung der landegger Wehr war der Ankauf des 2000 l Tankwagens (Kosten 1,176.000,- Schilling). Die Finanzierung erfolgte durch die Veranstaltung eines Rosenkirtags, eine Sammlung sowie durch Subventionen des Landes und der Gemeinde. Geweiht wurde das hochmoderne Gerät am 30. August 1980.



TLF 2000 1980


Ein großes Jubiläum stand 1984 an: das 100 jährige Bestehen der Wehr. Allzeit bereit, und das seit hundert Jahren. So konnte sich die jubilierende Feuerwehr Landeggs am Tag der Saecularfeier hinsichtlich Ausbildung und Ausrüstung stolz und traditionsbewusst zu den besten Wehren des Bezirks zählen. Hundert Jahre Feuerwehrgeschichte in Landegg bewiesen, dass es hinsichtlich Hilfsbereitschaft und Leistung nicht auf die Größe einer Gemeinschaft ankommt, sondern auf den Geist, der das Handeln bestimmt.



1984: 100 Jahre FF Landegg


Anfang der 90er wurde der Fuhrpark um einen gebrauchten VW Bus T3 erweitert. Der zivile Transporter wurde von den Kameraden in Eigenregie in ein Einsatzfahrzeug umgebaut und mit einer Lautsprecheranlage versehen und als Mannschafts- und Kommandofahrzeug verwendet.



Ein verheerender Großbrand wütete am 16.10.1992 mitten im Ortsgebiet von Pottendorf: der Silo der Firma Koch stand in Flammen. Alle vier Ortsfeuerwehren waren tagelang im Einsatz, unterstützt duch Kräfte aus den Nachbargemeinden. Der Silo brannte bis auf das Metallgerüst vollständig aus.



Brand Koch-Silo 1992


Zu einem weiteren Großbrand kam es nur wenige Jahre darauf, als Dezember 1997 die Gärtnerei Glock in Pottendorf brannte. Durch die enorme Hitzeentwicklung tropfte glühend heißer Kunststoff von den Gewächshäusern auf die Helfer herab. Ohne feuerfeste Schutzkleidung wäre es wohl auch unter den Kameraden zu einer Tragödie gekommen. Buchstäblich in letzter Sekunde konnte die FF Landegg zwei vermisste Personen aus dem brennenden Gebäude lebend befreien.



1999 gestaltete sich für die Wehr als ebenso einsatzreich wie die voran gegangenen Jahre. Neben einem weiteren Großbrand in der Bettfedern-Fabrik in Wampersdorf wurde auch zu einem Katastrophen-Hilfsdienst in das überschwemmte Warth alarmiert.



Bettfedernfabrik in Wampersdorf 1999


Am 26.2.2002 ereignete sich ein schweres Zugsunglück in Wampersdorf, wo unsere Feuerwehr gemeinsam mit Feuerwehren des Abschnitts Ebreichsdorf mit 25 Mann und allen Fahrzeugen im Einsatz stand.



Zugunglück in Wampersdorf


Der altersschwache Kommando-Bus wurde 2002 durch einen modernen VW T4 ersetzt, welcher seither wieder als Kommando- und Mannschaftstransportfahrzeug verwendet wird. Weiters wurde für den Wasserdienst der Feuerwehr und die Gewässer im Einsatzgebiet eine Feuerwehrzille angeschafft.



Kommandofahrzeug VW T4


Das Jahr 2005 brachte nicht nur für die FF-Landegg eine große Neuerung, was die administrative Einsatz- und Feuerwehrverwaltung betrifft, sondern für alle Wehren in ganz Österreich: das neue Online-Verwaltungssystem FDISK wurde in Betrieb genommen, über das ab sofort sämtliche Berichte direkt über das Internet bearbeitet werden können und somit den mühsamen Vewaltungsaufwand per Telefon oder Brief hinfällig machte.



Im Dezember 2005 wurde - nach dem Kommandofahrzeug - auch das alte Tanklöschfahrzeug ausgemustert und durch ein topmodernes Rüstlöschfahrzeug ersetzt. Da es in den letzten Jahren tendenziell zu immer mehr technischen, und weniger Brandeinsätzen kam, musste auch die Ausrüstung diesbezüglich angepasst werden. Durch einen verbesserten Rettungssatz und die Möglichkeit, mehr Material zuladen zu können, ist die Wehr nun noch besser im Stande auf Einsätze jeder Art richtig und schnell zu reagieren.



RLF-A im Jahr 2005


Doch nicht nur in den Fahrzeugen hielt die Moderne immer mehr Einzug, auch die Alarmierung wurde deutlich verbessert. Wurde bislang per Pager oder Sirene zu Einsätzen gerufen, war dies nun auch per SMS möglich. Dank des BlaulichtSMS-Dienstes konnnten genauere Informationen zu Einsatzart und -ort direkt an die Mobiltelefone der Kameraden geschickt werden.



Im Juni 2008 wurde nach 50 Jahren wieder ein Abschnittsfeuerwehrtag in Landegg veranstaltet. Die perfekte Organisation und die wochenlangen Vorbereitungen machten sich mit einem reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe bezahlt.



Siegerehrung 2008


Um Brandeinsätze und -wachen effektiver durchzuführen, wurde für die 4 Ortsfeuerwehren eine Wärmebildkamera mit Standort in Landegg angeschafft. Diese Kamera wird im Rüstlöschfahrzeug mitgeführt. Mit dieser Technologie ist es möglich, vermisste Personen und selbst kleinste versteckte Glutnester aus sicherer Entfernung auszumachen. Auch um einen Innenangriff zu koordinieren zeigt sich das Gerät als unverzichtbar.



Wärmebildkamera: Bullard T4


Turbulent gestaltete sich der Juli 2009. Mehr als 20 Mal mussten die Kameraden gegen Ende des Monats ausrücken, um dem Hochwasser in Landegg Herr zu werden. Unzählige Keller waren überflutet und auf Grund des Übertretens des Stollenbachs war die Wehr fast eine Woche lang Tag und Nacht im Einsatz um die Ufer mit Sandsack-Barrieren zu befestigen und dadurch weitere Überflutungen zu verhindern. Ebenso waren die Pumpen der Gemeinde im ehemaligen Klärwerk in der San Lorenzo-Siedlung deutlich überlastet, was zur Folge hatte, dass die FF über 4 Tage hinweg jeweils in Zwei-Mann-Schichten rund um die Uhr unterstützend eingreifen musste.



Im Jänner 2011 wurde - wie alle 5 Jahre - das Kommando der Wehr neu gewählt. Kommandant Kurt Schöppl und sein Stellvertreter Christian Knötzl wurden von der Mitglieder-Vollversammlung in ihren Ämtern bestätigt. Franz Fetty trat nach 30 Jahren als Verwalter zurück und Florian Fetty wurde zum neuen Leiter des Verwaltungsdienstes bestellt.



Fahrzeuge 2011


Nach 25 Jahren wurde im Jahr 2012 das alte Löschfahrzeug außer Dienst gestellt und durch ein modernes Löschfahrzeug mit Wassertank ersetzt. Über ein Jahr war ein Gremium der FF Landegg damit beschäftigt, eine Ausschreibung (was jetzt verpflichtend bei der Neubeschaffung ist) auszuarbeiten und Angebote und Fahrzeuge diverser Hersteller zu vergleichen. Nach eingehender Prüfung sämtlicher technischer und finanzieller Aspekte wurde sich für ein Fahrzeug der Fa. Rosenbauer entschieden und das neue LFA-W im März 2012 gesegnet und in Dienst gestellt.



Segnung LFA-W 2012


Im Jahr 2014 konnten nach langer Zeit wieder 3 neue Mitglieder gewonnen werden. Bei der Jahreshauptversammlung 2015 trat Kommandant Kurt Schöppl nach 24 Jahren im Kommando zurück und OBI Harald Frenzl wurde mit 94%ier Zustimmung zum neuen Kommandanten gewählt.



BGM Sabbata-Valteiner und KDT Harald Frenzl 2015


Im Jahre 1994 entschied sich die Feuerwehr Landegg zum Ankauf des „Rosenbauer Heros“-Feuerwehrhelmes. Nach Jahren des klassischen Spinnenhelms war das eine revolutionäre Anschaffung. Nun, nach mehr als 20 Jahren war es an der Zeit, sich nach einem neuen Modell umzusehen, welches den Anforderungen der Mannschaft gerecht wird. Die Wahl fiel auf den „Dräger PS 7000 PRO“, welcher im März 2015 an alle Kameraden ausgegeben wurde.



Neue Helme 2015: Dräger HPS7000


Im Jänner 2016 standen - wie alle 5 Jahre - neue Kommando-Wahlen an. Der im Vorjahr erst zum Kommandanten gewählte OBI Harald Frenzl wurde von der Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt. BI Christian Knötzl stellte sein Amt als Kommandant-Stellvertreter zur Verfügung. BI Csukovich Dominik wurde mit großer Zustimmung zum neuen Stellvertreter gewählt.



Das neue Kommando der FF-Landegg: Jänner 2016








Historische Daten

Kommandant von bis
Schaer Albert 12.11.1883 31.12.1890
Schitzhofer Ferdinand 01.01.1891 31.12.1900
Hierweck Leopold 01.01.1901 31.12.1905
Happel Michael 01.01.1906 31.12.1912
Rabitz Ferdinand 01.01.1913 31.12.1913
Makowitsch Franz 01.01.1914 31.12.1917
Pirtzl Johann 01.01.1918 31.12.1919
Serentschy Leopold 01.01.1920 22.11.1952
Graf Franz 22.11.1952 10.12.1962
Weber Alfred 06.01.1963 31.05.1969
Eichinger Kurt 10.06.1969 25.01.1991
Graf Franz 25.01.1991 19.01.2001
Schöppl Kurt 19.01.2001 16.01.2015
Frenzl Harald 16.01.2015 heute


Stellvertreter von bis
Rabitz Ferdinand/Graf Thomas 16.09.1930 ?
Graf Franz/Prantl Josef 19.04.1951 ?
Warschütz Johann 13.02.1953 18.02.1955
Hierweck Alfred 18.02.1955 07.03.1959
Weber Alfred 07.03.1959 06.01.1963
Steigleder Johann 06.01.1963 22.02.1967
Eichinger Kurt 26.02.1967 10.06.1969
Pirtzl Gustav 10.06.1969 20.10.1971
Konstanzer Karl 20.10.1971 09.12.1973
Graf Franz 03.03.1974 25.01.1991
Schöppl Kurt 25.01.1991 19.01.2001
Knötzl Christian 19.01.2001 15.01.2016
Csukovich Dominik 15.01.2016 heute


Verwalter von bis
Danzinger Franz 14.01.1939 ?
Schotola Ludwig 01.01.1951 14.01.1963
Fetty Anton 14.01.1962 18.01.1981
Fetty Franz 18.01.1981 21.01.2011
Fetty Florian 21.01.2011 heute